Muss der Ball gelegt oder fallengelassen ("gedroppt") werden, wenn ein

Muss der Ball gelegt oder fallengelassen ("gedroppt") werden, wenn ein bewegliches Hemmnis entfernt wurde, an oder auf dem der Ball lag?

A: Hier ist das Verfahren je nach Lage des Balles unterschiedlich:
1) Wenn der Ball an dem Hemmnis (z.B. einer Bunkerharke) liegt, also den Boden des Platzes berührt und nur mit der Seite zusätzlich das Hemmnis berührt, muss er straflos zurückgelegt werden, wenn er sich beim Entfernen des Hemmnisses bewegt. (R. 24-1a)
2) Wenn der Ball auf oder in dem Hemmnis liegt (z.B. ein Stück Papier oder die hingelegte Jacke eines Zuschauers), muß er so nahe wie möglich dem Punkt unterhalb der Stelle fallengelassen werden, an der
er in oder auf dem Hemmnis lag. (R. 24-1b)
In beiden Fällen empfiehlt es sich, vor dem Entfernen des Hemmnisses die Stelle zu markieren, an der der Ball liegt.

Der Unterschied im Verfahren zwischen den Punkten 1 und 2 ist darin begründet, daß in Punkt 2 keine Stelle auf dem Platz existiert, an der der Ball gelegen hat,sobald das Hemmnis entfernt wurde.

Darf der Ball auf dem Grün mit einem Tee markiert werden?

Regel 20-1 sagt zum markieren:

... Ist der aufzunehmende Ball anschließend nach einer Regel zurückzulegen, so muß seine Lage vorher gekennzeichnet werden. ...

... Anmerkung: Die Lage eines aufzunehmenden Balls sollte dadurch gekennzeichnet werden, daß ein Ballmarker, eine kleine Münze oder ein ähnlicher Gegenstand unmittelbar hinter den Ball gelegt wird. ...

Ein Tee ist ein entsprechender kleiner "ähnlicher Gegenstand". Es besteht auch nicht die Gefahr, daß der Spieler durch das Markieren mit einem Tee mehr Informationen über das Grün erhält, als es durch das Ausbessern einer Pitchmarke geschehen würde.

Das Markieren des Balles mit einem Tee ist von der Art der Handlung her dem Ausbessern von Einschlaglöchern nach Regel 16-1c so ähnlich, daß es nicht logisch wäre, in dem einen Fall einen Verstoß gegen Regel 16-1d (Grün / Prüfen derOberfläche) zu sehen und in dem anderen Fall nicht. Das Markieren des Balles mit einem flachen Gegenstand wie einer Münze stört die Mitbewerber jedoch sicher weniger als ein Tee.

Darf ein Spieler den Flaggenstock bedienen lassen, wenn sein Ball noch nicht auf dem Grün liegt?

Ja. Hierzu sagt Regel 17 u.A.:
... Flaggenstock bedient, entfernt oder hochgehalten
Vor dem Schlag und während des Schlags darf der Spieler den Flaggenstock bedienen, entfernen oder zum Anzeigen der Lage des Lochs hochhalten lassen. Dies darf nur mit Ermächtigung des Spielers geschehen, bevor er seinen Schlag spielt.
Wird der Flaggenstock vor dem Schlag von jemandem mit Kenntnis des Spielers und ohne dessen Einwand bedient, entfernt oder hochgehalten, so gilt dies als mit Ermächtigung des Spielers geschehen. Wenn jemand den Flaggenstock bedient oder hochhält bzw. dicht am Loch steht, während ein Schlag gespielt wird, so gilt dies solange als Bedienen des Flaggenstocks, bis der Ball zur Ruhe gekommen ist.

...
Es wird hierin nicht verlangt, daß der Ball auf dem Grün liegt.

Verstoß gegen Wettspielbedingung, die motorisierte Golfwagen verbietet

Decision 33-1/9
Die Ausschreibung eines Wettspiels verbietet u.a. die Benutzung von motorisierten Golfwagen. Wie lautet die Strafe, wenn ein Spieler gegen diese Bedingung verstößt?

Antwort:
Ist in der Ausschreibung keine Strafe festgelegt, so trifft die Grundstrafe für jedes Loch zu, an dem der Golfwagen benutzt worden ist, d.h. jeweils Lochverlust im Lochspiel (Regel 2-6) oder jeweils zwei Strafschläge im Zählspiel (Regel 3-5). In den "Vorgaben- und Spielbestimmungen" wird auf den Seiten 77/ 78 auf Golfcarts Bezug genommen.

Muss die Lage des Balles markiert werden, wenn der Spieler diesen nach einer

Muß die Lage des Balles markiert werden, wenn der Spieler diesen nach einer anwendbaren Regel an einer anderen Stelle fallenlassen will (z.B. von einem Hemmnis, aus zeitweiligen Wasser, aus einer unspielbaren Lage)?

A: Die Lage des Balles muss nur markiert werden, wenn dieser an die selbe Stelle zurückgelegt werden muß wie z.B. auf dem Grün nach Regel 16-1, oder Regel 12-2 bzw. Regel 22. Ein Ball, der an einer anderen "neuen" Stelle fallengelassen oder hingelegt werden soll, muss nicht markiert werden, obwohl es empfehlenswert ist, dies zum evtl. Nachweis eines regelkonformenVorgehens hierbei zu tun. (R. 20-1)

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FAQ zu den Golfregeln Quelle: DGV
Der DGV hat die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten (FAQ)zu den Golfregeln zusammengefasst. Fragen beispielsweise zum Aufheben und Fallenlassen (Droppen) des Balls, zum "provisorischen Ball" oder aber zum Thema "Wasserhindernis" werden ausführlich behandelt und beantwortet. Diese Fragensammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetzt nicht die Golfregeln und enthält keine verbindlichen Auskünfte des DGV-Regelausschuss, sondern soll nur die am häufigsten missverstandenen Golfregeln erläutern. Zur endgültigen Entscheidungsfindung ist je nach Lage der Situation ein Heranziehen der vollständigen Regeln oder der Decisions unerlässlich.

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