Kann man seinen Ball für "verloren erklären" oder "aufgeben"?

Ein Spieler sucht zwei Minuten nach seinem Ball, erklärt ihn dann für verloren und geht zurück, um einen anderen Ball so nahe wie möglich der Stelle zu spielen, wo er den ursprünglichen Ball gespielt hatte. Bevor er einen anderen Ball ins Spiel bringt, wird sein ursprünglicher Ball noch innerhalb der zulässigen Suchzeit von fünf Minuten gefunden.
Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:

Ein Spieler kann nicht durch eine bloße Erklärung einen Ball als verloren aufgeben (siehe Erklärung »Verlorener Ball«). Der ursprüngliche Ball blieb im Spiel (siehe Erklärung »Ball im Spiel«).


Vor Ablauf der 5 Minuten Suchzeit kann man den ursprünglichen Ball nur durch die nachfolgenden Handlungen "aufgeben":

1. Der Spieler spielt sofort einen neuen Ball, ohne diesen als "provisorischen Ball" nach Regel 27-2 anzukündigen.

2. Der Spieler spielt mit seinem provisorischen Ball einen Schlag von dem Ort, an dem sich der ursprüngliche Ball mutmaßlich befindet oder von einem Punkt, der näher zum Loch liegt als dieser Ort.

3. Der Spieler bringt nach einer anwendbaren Regel einen neuen Ball ins Spiel und macht einen Schlag nach diesem. Dies kann z.B. je nach Situation mit 1 Strafschlag nach Regel 26-1, 27-1 oder 28 geschehen, aber auch straflos nach 24-3 oder 25-1.

Was sollte der Spieler unternehmen, dessen Ball durch einen Windstoß bewegt

A: Wind ist nicht "Nicht zum Spiel gehörig" (s. Erklärung in denGolfregeln). Der Spieler zieht sich keine Strafe zu, wenn sein Ball durch einen Windstoß bewegt wird und der Ball muß von der neuen Lage gespielt werden. Wenn die Bewegung des Balles jedoch geschah, nachdem der Spieler den Ball angesprochen hatte, gilt dieser als vom Spieler bewegt. Dann zieht der Spieler sich einen Strafschlag zu und muß den Ball zurücklegen.

Der Zähler unterschreibt eine Karte, von der er weiß, daß das Ergebnis darauf

Im Zählspiel reicht ein Bewerber eine Zählkarte mit einer falschen Schlagzahl ein, weil eine Strafe nicht mitgerechnet war, die er sich zugezogen hatte. Dem Bewerber war nicht bewußt, daß er sich Strafe zugezogen hatte. Der Zähler des Bewerbers (ein Mitbewerber) war der Strafe zwar gewahr geworden, er unterschrieb die Zählkarte aber trotzdem. Der Sachverhalt wird aufgeklärt, bevor das Wettspiel-ergebnis offiziell bekanntgegeben wurde.
Der Bewerber ist selbstverständlich disqualifiziert (Regel 6-6d). Sollte auch der Zähler disqualifiziert werden?
Antwort:
Ja. Der Zähler ist unter Anwendung von Regel 33-7 zu disqualifizieren.

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FAQ zu den Golfregeln Quelle: DGV
Der DGV hat die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten (FAQ)zu den Golfregeln zusammengefasst. Fragen beispielsweise zum Aufheben und Fallenlassen (Droppen) des Balls, zum "provisorischen Ball" oder aber zum Thema "Wasserhindernis" werden ausführlich behandelt und beantwortet. Diese Fragensammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetzt nicht die Golfregeln und enthält keine verbindlichen Auskünfte des DGV-Regelausschuss, sondern soll nur die am häufigsten missverstandenen Golfregeln erläutern. Zur endgültigen Entscheidungsfindung ist je nach Lage der Situation ein Heranziehen der vollständigen Regeln oder der Decisions unerlässlich.

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