Aufsetzen des Schlägers auf einer Brücke im Wasserhindernis

Decision 13-4/30
Der Ball eines Spielers liegt auf einer über ein Wasserhindernis führenden Brücke innerhalb des Hindernisses, das sich bekanntlich von der Grenze senkrecht nach oben erstreckt. Darf der Spieler seinen Schläger aufsetzen?


Antwort:
Ja. Eine Brücke ist ein Hemmnis. In einem Hindernis darf der Schläger beim Ansprechen oder beim Aufschwung ein Hemmnis berühren – siehe Anmerkung zu Regel 13-4. Die Brücke schon vor Ansprechen des Balls zu berühren ist ebenfalls gestattet, da ein Hemmnis im Wasserhindernis kein »Boden« im Hindernis ist.

Dies gilt auch dann, wenn die Brücke zum Bestandteil des Platzes erklärt wurde. Bevor der Schläger aufgesetzt wird, sollte der Spieler sich vergewissern, ob es sich um eine Brücke handelt oder um einen Damm, der zwei Teile des Hindernisses miteinander nur durch ein im Boden verlaufendes Rohr verbindet.

Darf ein Spieler den Flaggenstock bedienen lassen, wenn sein Ball noch nicht auf dem Grün liegt?

Ja. Hierzu sagt Regel 17 u.A.:
... Flaggenstock bedient, entfernt oder hochgehalten
Vor dem Schlag und während des Schlags darf der Spieler den Flaggenstock bedienen, entfernen oder zum Anzeigen der Lage des Lochs hochhalten lassen. Dies darf nur mit Ermächtigung des Spielers geschehen, bevor er seinen Schlag spielt.
Wird der Flaggenstock vor dem Schlag von jemandem mit Kenntnis des Spielers und ohne dessen Einwand bedient, entfernt oder hochgehalten, so gilt dies als mit Ermächtigung des Spielers geschehen. Wenn jemand den Flaggenstock bedient oder hochhält bzw. dicht am Loch steht, während ein Schlag gespielt wird, so gilt dies solange als Bedienen des Flaggenstocks, bis der Ball zur Ruhe gekommen ist.

...
Es wird hierin nicht verlangt, daß der Ball auf dem Grün liegt.

Verstoß gegen Wettspielbedingung, die motorisierte Golfwagen verbietet

Decision 33-1/9
Die Ausschreibung eines Wettspiels verbietet u.a. die Benutzung von motorisierten Golfwagen. Wie lautet die Strafe, wenn ein Spieler gegen diese Bedingung verstößt?

Antwort:
Ist in der Ausschreibung keine Strafe festgelegt, so trifft die Grundstrafe für jedes Loch zu, an dem der Golfwagen benutzt worden ist, d.h. jeweils Lochverlust im Lochspiel (Regel 2-6) oder jeweils zwei Strafschläge im Zählspiel (Regel 3-5). In den "Vorgaben- und Spielbestimmungen" wird auf den Seiten 77/ 78 auf Golfcarts Bezug genommen.

Muss der Ball gelegt oder fallengelassen ("gedroppt") werden, wenn ein

Muss der Ball gelegt oder fallengelassen ("gedroppt") werden, wenn ein bewegliches Hemmnis entfernt wurde, an oder auf dem der Ball lag?

A: Hier ist das Verfahren je nach Lage des Balles unterschiedlich:
1) Wenn der Ball an dem Hemmnis (z.B. einer Bunkerharke) liegt, also den Boden des Platzes berührt und nur mit der Seite zusätzlich das Hemmnis berührt, muss er straflos zurückgelegt werden, wenn er sich beim Entfernen des Hemmnisses bewegt. (R. 24-1a)
2) Wenn der Ball auf oder in dem Hemmnis liegt (z.B. ein Stück Papier oder die hingelegte Jacke eines Zuschauers), muß er so nahe wie möglich dem Punkt unterhalb der Stelle fallengelassen werden, an der
er in oder auf dem Hemmnis lag. (R. 24-1b)
In beiden Fällen empfiehlt es sich, vor dem Entfernen des Hemmnisses die Stelle zu markieren, an der der Ball liegt.

Der Unterschied im Verfahren zwischen den Punkten 1 und 2 ist darin begründet, daß in Punkt 2 keine Stelle auf dem Platz existiert, an der der Ball gelegen hat,sobald das Hemmnis entfernt wurde.

Wer hat im Vorgabe-Lochspiel die Ehre?

Decision 10-1a/1

A und B spielen ein Lochspiel mit Vorgabe. B hat am 1. Loch die Ehre.
Beide spielen am 1. Loch eine 5, A hat jedoch einen Vorgabeschlag und somit eine
Netto-4. Hat am 2. Loch A die Ehre?

Antwort:
Ja. Siehe Regel 2-1 und Regel 10-1a.

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