Muss die Lage des Balles markiert werden, wenn der Spieler diesen nach einer

Muß die Lage des Balles markiert werden, wenn der Spieler diesen nach einer anwendbaren Regel an einer anderen Stelle fallenlassen will (z.B. von einem Hemmnis, aus zeitweiligen Wasser, aus einer unspielbaren Lage)?

A: Die Lage des Balles muss nur markiert werden, wenn dieser an die selbe Stelle zurückgelegt werden muß wie z.B. auf dem Grün nach Regel 16-1, oder Regel 12-2 bzw. Regel 22. Ein Ball, der an einer anderen "neuen" Stelle fallengelassen oder hingelegt werden soll, muss nicht markiert werden, obwohl es empfehlenswert ist, dies zum evtl. Nachweis eines regelkonformenVorgehens hierbei zu tun. (R. 20-1)

Darf ein Spieler zurückgehen, um einen provisorischen Ball zu spielen während seine Mitbewerber weit

Darf ein Spieler zurückgehen, um einen provisorischen Ball zu spielen während seine Mitbewerber weiter suchen?

Decision 27-1/2
Ein Spieler spielt seinen zweiten Schlag, sucht flüchtig nach seinem Ball, geht zurück und lässt einen anderen Ball gemäß Regel 27-1 fallen. Bevor er den fallen gelassenen Ball spielt und noch innerhalb der fünfminütigen Suchzeit, wird sein ursprünglicher Ball gefunden. Muss der Spieler den fallen gelassenen Ball aufgeben und den ursprünglichen Ball spielen?

Antwort:
Ja. Da der Spieler keinen Schlag nach dem eingesetzten Ball gemacht hatte und der ursprüngliche Ball innerhalb der fünf Minuten Suchzeit gefunden wurde, gilt der eingesetzte Ball als fälschlich fallen gelassener Ball (Regel 20-6) und muss aufgegeben werden. Der Spieler darf nur einen "provisorischen Ball" spielen "...bevor der er oder sein Partner nach vorne gehen um den ursprünglichen Ball zu suchen." . Regel 27-2.a.

Wenn der Spieler zurückgegangen ist und nach Regel 27-1. einen neuen Ball gespielt hat, ist dieser mit dem Schlag zu seinem "Ball im Spiel" geworden. Spielt er danach noch den ggf. inzwischen gefundenen ursprünglichen Ball, so spielt er damit einen "falschen Ball" und Regel 15-3 findet Anwendung.

Muß man den ursprünglichen Ball suchen?

An einem Par-3-Loch spielt ein Spieler seinen Ball vom Abschlag in dichtes Gestrüpp. Er spielt einen provisorischen Ball, der nahe am Loch zur Ruhe kommt. Wegen der günstigen Lage des provisorischen Balls will der Spieler seinen ursprünglichen Ball gar nicht mehr finden. So sucht er gar nicht erst nach ihm, sondern geht direkt zu seinem provisor ischen Ball, um mit diesem das Spiel fortzusetzen. Sein Gegner (oder Mitbewerber) glaubt aber, daß es für ihn von Nutzen wäre, wenn der ursprüngliche Ball des Spielers gefunden würde. Darf der Gegner (oder Mitbewerber) nach dem Ball des Spielers suchen?

Antwort:

Ja. Nach Billigkeit (Regel 1-4) darf er fünf Minuten suchen, außer der Spieler spielt währenddessen einen Schlag mit dem provisorischen Ball, der ja näher zum Loch liegt als der Ort, wo sich der ursprüngliche Ball mutmaßlich befindet. Der Spieler ist zum Spielen dieses Schlags berechtigt. Tut er dies, so gilt der ursprüngliche Ball gemäß Regel 27-2b als verloren, und eine weitere Suche nach ihm hätte keinen Sinn. Im Lochspiel kann der Gegner den Schlag zwar wiederholen lassen (Regel 10-1c), wenn der Spieler so verfährt, und sein provisorischer Ball näher zum Loch lag als der Ball des Gegners. Die Aufforderung, den Schlag zu wiederholen, würde jedoch nichts am Status des ursprünglichen Balls ändern, der als verloren gilt, wenn der provisorische Ball – wenn auch außerhalb der Reihenfolge– gespielt wird. Siehe auch Decision 27-2c/2.

Muss man seinen Ball vor der Runde individuell kennzeichnen?

Regel 12-2 und Regel 6-5.

Antwort:

Der Spieler ist dafür verantwortlich, daß er den richtigen Ball spielt. Jeder Spieler
sollte seinen Ball kennzeichnen.

Außerdem ist hierbei zu beachten:

Ball nur durch Markenzeichen und Nummer identifiziert Decision 12-2/1


In einem Bereich, in dem sein Ball mutmaßlich zur Ruhe gekommen ist, findet ein
Spieler einen Ball mit der gleichen Marke und Nummer, wie der Ball, den er spielt.
Der Spieler nimmt an, daß es sich um seinen Ball handelt, obwohl er seinen Ball nicht
gekennzeichnet hat, wie Regel 12-2 empfiehlt und spielt ihn. Sollte man davon
ausgehen, daß der Spieler einen falschen Ball gespielt hat?

Antwort:

Nein, außer (1) es gibt berechtigte Anzeichen dafür (wie etwa der Zustand des Balls)
daß es nicht der Ball des Spielers ist, oder (2) anschließend wird festgestellt, daß zu
dem Zeitpunkt, als der Spieler spielte, ein anderer Ball der gleichen Marke und
Nummer in diesem Bereich lag und jeder dieser beiden Bälle nach Aussehen und
Zustand der Ball des Spielers sein könnte.

sowie auch

Spieler kann seinen Ball nicht von anderem Ball unterscheiden Decision 27/10

A und B spielten ihre Bälle vom Abschlag in denselben Bereich. Beide Bälle wurden
gefunden; da aber A und B identische Bälle gespielt hatten und keiner von ihnen
seinen Ball gekennzeichnet hatte, konnten sie nicht feststellen, welcher A's Ball und
welcher B's Ball war. Wie ist die Regelentscheidung?

Antwort:

Da keiner der Spieler einen der Bälle als den seinen identifizieren konnte, waren beide
Bälle verloren – siehe Erklärung »Verlorener Ball«.

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