Ein Handicap (auch Vorgabe genannt) wird verwendet, um Golfer unterschiedlicher Spielstärke in der Leistung vergleichen zu können. Das Handicap gibt dabei an, um wieviel Schläge ein Spieler über Par liegen darf. Bei einem Par72-Kurs, wie der Golfanlage Gimborner Land, darf z.B. ein Spieler mit Handicap 12 insgesamt 84 Schläge benötigen, um seine Vorgabe zu bestätigen.

Für jede der 18 Bahnen eines Golfplatzes gibt es eine Vorgabe, die als sog. Par angegeben ist. Je nach Länge und Design der Bahnen sind 3, 4 oder 5 Schläge (Par) für sie als Soll vorgegeben, sind dann also mit 3, 4 oder 5 Schlägen im Idealfall abzuschließen. In der Regel hat ein Golfplatz ein Par von 72, das sich aus je 4 Par-3- bzw. Par-5-Bahnen und 10 Par-4-Bahnen addiert. Das Handicap (Hcp oder HC) gibt dabei an, wieviele Schläge ein Spieler nach seinem Leistungsstand insgesamt für alle Bahnen eines Golfplatzes benötigen darf. Hat ein Golfplatz z.B. ein PAR 72, bedeutet dies, dass ihn ein so genannter Scratchspieler (Sollspieler mit Hcp 0) mit 72 Schlägen spielen muss, während ein Spieler mit Hcp 18 sein Soll erfüllt, wenn er 90 Schläge (72 + 18) benötigt.

Bei fast allen Spielweisen (Stableford, Zählspiel, Lochspiel und vielen Gruppenspielweisen) dient das Handicap dazu, das unterschiedliche Können der Spieler rechnerisch auszugleichen. Ein schlechter Spieler kann also durchaus gegen einen guten gewinnen, weil der schlechtere Spieler mit seiner höheren Spielvorgabe entsprechend mehr Schläge vor hat, also gutgeschrieben bekommt. So wird stets garantiert, dass man im Grunde gegen den Platz bzw. "sich selbst" spielt.

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